Sicherheit Online-Dating
Sicherheit beim Online-Dating: Diese Risiken sollte man vermeiden
Ratgeber

Sicherheit beim Online-Dating

Laut der repräsentativen Bitkom-Studie (2017) war jeder vierte Deutsche bereits im Internet auf Partnersuche. Jeder zweite glaubt daran, beim Online-Dating die große Liebe finden zu können. Allerdings befinden sich selbst in etablierten Singlebörsen manchmal Betrüger, gewiefte Geschäftemacher und Kriminelle. Schwarze Schafe gibt es überall. Doch wie viel Vorsicht ist beim Online-Dating angebracht?

Online-Dating ist effektiv und zeitgemäß. Für Singles gibt es keinen besseren Weg zur Partnersuche. Worauf muss man beim Online-Dating achten, um Risiken zu vermeiden? Unsere Tipps gewährleisten, dass die Sicherheit beim Flirten nicht zu kurz kommt.

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Singlebörsen: Umgang mit persönlichen Daten & Support prüfen

Die Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Singlebörse oder Partnervermittlung sollte auch von ihren AGB abhängig gemacht werden. Sie verraten wie nutzerfreundlich die Website oder App tatsächlich ist.

  • Transparenz bei Angebot & Leistung: Welche Leistungen erhält man für die gezahlte Mitgliedsgebühr?
  • AGBs sorgfältig lesen: Schließt man mit der Registrierung etwa ein Abo ab oder willigt man in die Weitergabe von Fotos oder persönlichen Daten zu Werbezwecken ein?
  • Aufklärung über Risiken: Weist die Singlebörse auf Betrugsversuche hin? Werden Sicherheitstipps gegeben, um die Nutzer zu schützen? Gibt es Möglichkeiten, auffällige User zu melden und zu sperren?
  • Überprüfung der Nutzerdaten: Das Dating-Angebot sollte die Daten der registrierten Nutzer prüfen. Das reduziert die Gefahr von „Fake“-Profilen und Störenfrieden deutlich. Besonders bei günstigen und kostenlosen Portalen ist es wichtig, dass stille Mitglieder nach einer gewissen Zeit der Inaktivität entfernt werden.
  • Kundendienst: Bietet die Datingseite schnelle und unkomplizierte Hilfe bei Problemen? Erreicht man jemanden per Telefon, Chat oder E-Mail, wenn Rat und Hilfe gebraucht werden?
  • Kündigung: Welche Kündigungsfristen gibt es? Wird die Kündigung leichtgemacht oder sogar bewusst erschwert?

Übersicht: Empfohlene Singlebörsen, Online-Partnervermittlungen und Casual-Dating-Plattformen.

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Datenschutz – Online-Dating unter Pseudonym

Ein ehrlich ausgefülltes Profil ist der Schlüssel für erfolgreiches Online-Dating. Ohne ein gewisses Maß an Aufrichtigkeit ist es nicht möglich, passende Partner zu finden oder vorgeschlagen zu bekommen. Zu einer gelungenen Selbstvorstellung gehören aussagekräftige, gut erkennbare Profilbilder und genaue Beschreibungen von Hobbys, Interessen und Aktivitäten.

Was man keinesfalls herausgeben darf: persönliche Daten wie die Telefonnummer, Anschrift, E-Mail-Adresse und Social-Media-Kontaktdaten. Dies gilt als ungeschriebenes Gesetz beim Online-Dating. Akzeptiert jemand das nicht und drängt wiederholt auf die Herausgabe der Adresse oder Handynummer, sollten die Alarmglocken klingeln. Fadenscheinige Erklärungen machen die Situation nicht besser. Dahinter könnte sich ein Betrüger, Stalker oder Vergewaltiger verbergen.

Sicherer ist es, beim Online-Dating ein Pseudonym zu wählen. Damit kann man innerhalb der Partnerbörse auf ein Hobby, eine Charaktereigenschaft oder Lebenseinstellung anspielen. Ein angenehm klingender Name, der nichts mit dem echten Namen zu tun hat, eventuell in Kombination mit dem Geburtsjahr oder Lebensalter, ist ebenfalls vollkommen in Ordnung. Dazu passend lässt sich eine E-Mail-Adresse extra für das Online-Dating einrichten.

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Telefonkontakt mit dem Dating-Partner – Sicher mit Prepaid-Karte

Wer es kaum abwarten kann, endlich die Stimme des Online-Dates live zu hören, sollte sich eine Prepaid-Karte zulegen und diese konsequent beim Dating verwenden. Das ist die sicherste Möglichkeit, unerkannt miteinander zu telefonieren. Als Alternative kann man die andere Person selbst kontaktieren und vorher die Ruferkennung am eigenen Smartphone deaktivieren. Wichtig ist, sich bei Telefongesprächen nicht versehentlich mit dem tatsächlichen Namen, sondern unter Pseudonym zu melden.

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„Fake“-Profile: Echte Singles von Betrügern unterscheiden

Das englische Wort „Fake“ bedeutet so viel wie „Fälschung“. Wirkt ein Profilbild auffallend professionell, ist Vorsicht angebracht. Selbstverständlich gibt es überaus attraktive Singles, die sich nach einer Partnerschaft sehnen. Mehrheitlich handelt es sich bei den Mitgliedern auf Casual-Dating-Websites, in Singlebörsen und Partnervermittlungen allerdings um ganz „normale“ Durchschnittsmenschen. Es lohnt sich, das „verdächtige“ Bild zu speichern und dann mit der umgekehrten Bildersuche das Internet danach zu durchforsten. Möglicherweise nutzt jemand das Bild eines Models. Bleibt die Recherche erfolglos, bedeutet das nicht unbedingt falschen Alarm. Tipp: Den Flirtkontakt einfach um ein lustiges Bild bitten, auf dem er z. B. eine Wäscheklammer auf der Nase hat oder einen bestimmten Gegenstand hochhält. Er muss erkennbar bleiben. Gleichzeitig sollte das Motiv verrückt und ungewöhnlich genug sein, um nicht online bei Modelagenturen oder auf Fotoseiten gefunden werden zu können. Weiterlesen: „Fake“-Profile erkennen

Wer sich ein „Fake“-Profil zulegt, hat Freude daran, andere hinters Licht zu führen. Ob man mit einer echten Person kommuniziert, kann man testen: Am besten hebt man sämtliche Nachtrichten und E-Mails auf und vergleicht die Inhalte mit denen des Profils. Möglicherweise ergeben sich Widersprüche.

Wird ein Blender entlarvt, sollte er sofort bei der Partnerbörse gemeldet werden. Die Betreiber bezahlter Singlebörsen und Partnervermittlungen sind bemüht, „Fakes“ konsequent auszusortieren. Sie ruinieren den guten Ruf der Plattform und bedeuten eine reale Gefahr für die Mitglieder. Mit einem entsprechenden Hinweis kann man andere, vielleicht weniger vorsichtige Singles schützen.

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Großes Geld statt große Liebe? Keine Finanzspritzen geben!

Das einzige, was beim Online-Dating Geld kosten darf, ist die Mitgliedsgebühr bei der gewählten Dating-Website. Keinesfalls sollte man sich dazu verleiten lassen, dem frisch kennengelernten Flirtkontakt finanziell unter die Arme zu greifen. Eventuell gibt der zukünftige Dating-Partner vor, sich die Fahrt zum vereinbarten Treffpunkt ohne Unterstützung nicht leisten zu können oder in einer persönlichen Notsituation zu stecken. Ist ihm das Treffen tatsächlich wichtig, wird er dennoch einen Weg finden.

Ein häufiges Betrugsmuster: Angebliche Geschäftsmänner aus den USA oder Großbritannien kontaktieren durchschnittlich aussehende Frauen; vorgeblich osteuropäische Damen wenden sich an ältere Herren. Der Online-Kontakt wird ungewöhnlich schnell vertieft. Übertriebene Komplimente und Liebesschwüre folgen. Danach kommt es meistens schnell zur Bitte um Geld. Wer derartige Erfahrungen macht, sollte den Vorfall ebenfalls unbedingt bei der Singlebörse oder Partneragentur melden. Hier spielt jemand mit dem Mitgefühl und der Hoffnung einsamer Frauen und Männer.

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Von der Kontaktaufnahme zum ersten Date

Beim Online-Dating sollte man sich Zeit lassen. Entdeckt man ein sympathisches Foto oder ein vielversprechendes Profil, nimmt man Kontakt auf. Oder man wird selbst auf interessante, humorvolle Weise angesprochen. Nicht immer wird mehr daraus. Üblicherweise beginnt es mit dem Austausch von Nachrichten und Fotos über das Portal. Irgendwann wird miteinander gechattet, später telefoniert, manchmal geskypt. Mit dem gegenseitigen Austausch wächst das Wissen über den Flirtpartner. Erst danach sollte ein Treffen ins Auge gefasst werden. Allerdings sollten Singles, zwischen denen es knistert, nicht zu lange mit der ersten persönlichen Begegnung warten. Sonst besteht die Gefahr, dass die erotische Spannung verfliegt. Der Online Austausch sollte ein Geben und Nehmen sein. Hat man den Eindruck, ausgeforscht zu werden, während der andere fast nichts von sich preisgibt, sollte man hellhörig werden. Bei einem unguten Gefühl sollte man einem persönlichen Treffen besser nicht zustimmen.

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Das erste Date – Öffentliche Orte wählen

Das erste Date sollte unbedingt an einem neutralen, öffentlichen Ort stattfinden. Klassische Treffpunkte wie Cafés oder Restaurants, aber auch Sportaktivitäten oder Museen bieten sich an. Eine belebte Umgebung bedeutet Sicherheit. Tabuzonen sind die eigene Wohnung und abgelegene Orte. Trotzdem sollte man mindestens einer Vertrauensperson von dem geplanten Treffen erzählen. Auch der „Kontrollanruf“ einer Freundin, die nach einer vereinbarten Zeit kurz durchruft, ist vollkommen legitim. Weiterlesen: Geeignete Orte für das erste Date

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Nach dem Date: Alleine nach Hause gehen

Das Treffen war wundervoll, die Chemie stimmt auf beiden Seiten und der Abend hätte gern noch länger dauern können. Wunderbar! Trotzdem sollten Singles sich nicht dazu verleiten lassen, das Date noch „auf einen Kaffee“ zu sich nach Hause einzuladen. Sicherer ist es, den Heimweg alleine anzutreten. Man sollte zudem darauf achten, nicht verfolgt zu werden. Ist das Vertrauen nach mehreren Dates und fortgesetztem Kontakt weiter gewachsen, kann man sich gegenseitig die eigenen vier Wände zeigen. Hier kann der eigenen Menschenkenntnis und dem Bauchgefühl vertraut werden.

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Das verletzte Ego: Internet-Stalking abwehren

Manchmal kommt es nach einem vielversprechenden Anfang zum Kontaktabbruch mit einem User. Möglicherweise beschleicht einen ein ungutes Gefühl. Vielleicht lief das erste Date nicht, wie erhofft. Oder man verliebt sich zwischenzeitlich in jemand anderen. Der Zurückgewiesene könnte eifersüchtig werden oder verletzt reagieren, aggressiv werden oder Rachegedanken entwickeln. Hier helfen nur Klarheit und Konsequenz. Man sollte deutlich zum Ausdruck bringen, dass weiterer Kontakt nicht erwünscht ist. Wird das nicht akzeptiert, sollte man den User sperren und den Vorfall sofort dem Betreiber der entsprechenden Singlebörse melden. Wer auf belästigende Kontaktversuche (Nachrichte, E-Mails, Anrufe) doch irgendwann eingeht, riskiert, dass das Online-Stalking weitergeht. Kennt der Verschmähte den eigenen Wohnort, lauert er unter Umständen vor der Tür oder unternimmt Kontaktversuche am Arbeitsplatz. Hier sollte das Umfeld – Freunde, Familienangehörige, Nachbarn und Kollegen – informiert und gegebenenfalls juristische Schritte unternommen werden.

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Sicherheitstipps: Technisch abgesichert beim Online-Dating

  • Passwort festlegen: Komplexität sorgt für Sicherheit. Das gewählte Passwort zum Zugriff auf die Singlebörse sollte möglichst aus Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen bestehen. Mit Groß- und Kleinschreibung kann die Sicherheit zusätzlich erhöht werden.
  • Verschlüsselung: Sichere Internetverbindungen, bei denen eingegebene Daten nur verschlüsselt übertragen werden, beginnen mit „https“ in der Internetadresse/URL.
  • Viren: Ein guter Virenscanner, z.B. Norton, Kaspersky oder F-Secure ist ebenso Pflicht wie eine aktive Firewall.
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Singles in der Abo-Falle: Unbekannte Websites & Telefonnummern ignorieren

Kaum ein echter Single auf Partnersuche wird seine persönliche Telefonnummer ungeschützt im Internet zur Verfügung stellen. Gefundene Handy- oder Festnetznummern sollte man also keinesfalls anwählen. Auf Links in E-Mails aus unbekannter Quelle, die scheinbar personalisiert sind, sollte man ebenfalls nicht klicken. Man weiß nicht, wer oder was sich dahinter verbirgt. Schlimmstenfalls telefoniert man teuer ins Ausland oder schließt teure Abos ab.

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