Bindungsangst und Beziehungsunfähigkeit überwinden
Bindungsangst und Beziehungs–unfähigkeit lassen sich überwinden
Ratgeber

Bindungsangst und Beziehungs­unfähigkeit überwinden

Die meisten Menschen sehnen sich nach einer erfüllten, glücklichen Beziehung. Allerdings gibt es auch Männer und Frauen, die Angst davor haben, eine feste Bindung einzugehen. Sie fürchten, verletzt zu werden. Ihre Lösung: Potenzielle Partner auf Distanz halten. Allerdings führt dieses Verhalten dazu, dass es nicht zu positiven Beziehungserfahrungen kommt. Die gute Nachricht: Bindungsangst und Beziehungsunfähigkeit lassen sich überwinden! Mit externer Hilfe.

In den meisten Fällen liegt die Ursache für Bindungsangst oder „Beziehungsunfähigkeit“ in der frühen Kindheit. Möglicherweise war die Beziehung zu den Eltern durch Vernachlässigung oder Zurückweisung geprägt. Kinder, die sich von ihren Eltern nicht angenommen und akzeptiert fühlen, bauen kein Urvertrauen auf. Das macht es ihnen als Erwachsene schwer, anderen Menschen Vertrauen entgegen zu bringen. Möglicherweise fehlte in den ersten beiden Lebensjahren das Gefühl der Liebe und Sicherheit. Auch eine sehr vereinnahmende elterliche Liebe oder eine extrem strenge Erziehung lösen Angst vor Beziehungen und Abhängigkeit aus.

Wie Bindungen entstehen

Das Bindungsverhalten entwickelt sich bei Kindern im ersten Lebensjahr. Grundsätzlich wird zwischen einer sicheren Bindung und einer unsicheren Bindung unterschieden. Maßgeblich für eine sichere Bindung ist, dass auf die Bedürfnisse des Kindes in liebevoller, sensibler Weise eingegangen wird. Das kann durch ein leibliches Elternteil, aber ebenso durch einen Verwandten oder Adoptiveltern geschehen. In der Regel gibt es eine Hauptbezugsperson, die dem Kind zeigt, dass es Hilfe und Unterstützung bekommt, geliebt wird und sich sicher fühlen darf. Meistens handelt es sich dabei um die Mutter. Liebevolle Fürsorge führt dazu, dass das Kind ein stabiles Selbstwertgefühl ausbildet. Es empfindet sich als liebenswert und ist von seiner Selbstwirksamkeit überzeugt. Das Bedürfnis, beachtet zu bekommen und geliebt zu werden, bleibt lebenslang erhalten.

Kommt es zu einer unsicheren Bindung zwischen Kind und Bezugsperson, kann sich das im Erwachsenalter negativ bei der Beziehungsgestaltung auswirken.

Vier Bindungstypen

Die Bindungstheorie des britischen Kinderpsychiaters John Bowlby basiert auf der Annahme, dass Menschen ein angeborenes Bedürfnis besitzen, vertrauensvolle Beziehungen zu anderen Menschen einzugehen. Bindungsfähigkeit betrachtet er als Kennzeichen einer psychisch stabilen Persönlichkeit. Nicht allen Menschen gelingt es, eine stabile Bindung zu ihrer Bezugsperson aufzubauen. Im Erwachsenenalter führt das zu Schwierigkeiten, erfolgreiche Beziehungen zu führen.

Das kindliche Bindungsverhalten lässt sich mithilfe des „Fremde-Situation-Tests“ (FST) überprüfen. Er wurden in den 1960er Jahren von der Entwicklungspsychologin Mary Ainsworth, die eng mit John Bowlby zusammenarbeitete, entwickelt. An diesem Experiment nehmen Kinder im Alter von einem Jahr Teil. Sie werden von ihrer wichtigsten Bezugsperson getrennt und nach ein paar Minuten wieder zusammengebracht. Dabei wird ihr Verhalten analysiert.

Kinder mit sicherer Bindung (50-60 % der Kinder)

  • Sicher gebundene Kinder können Nähe und Distanz zu ihrer Bezugsperson regulieren.
  • Sie weinen bei der Trennung von der Bezugsperson und zeigen deutlich, dass sie die Trennung nicht befürworten.
  • Kehrt die Mutter zurück, sind die Kinder froh. Sie suchen Körperkontakt und Trost. Danach spielen sie weiter.

Bei den Bezugspersonen sicher gebundener Kinder fällt auf, dass es sich um selbstbewusste Erwachsene mit hohem Empathievermögen handelt, die mit Frustrationen umgehen können und andere mit Respekt behandeln.

Kinder mit unsicher-vermeidendem Bindungsverhalten (30-40 % der Kinder)

  • Kinder mit unsicher-vermeidender Bindung erscheinen ruhig und unabhängig. Allerdings ist ihre Unkompliziertheit nichts als Tarnung. Ihre Herzfrequenz und ihr Cortisolspiegel im Speichel verdeutlichen, unter welchem Stress sie in Wirklichkeit stehen.
  • Bei der Trennung von ihrer Bezugsperson zeigen sie kein Bindungsverhalten. Sie weinen und klammern nicht, sondern spielen scheinbar unbeeindruckt weiter.
  • Kehrt die Mutter zurück, reagieren sie demonstrativ nicht. Sie drehen sich ab, wenn die Mutter sie hochnehmen will. Diese Aufmerksamkeit ist unerwünscht.

Die Bezugspersonen von Kindern mit unsicher-vermeidendem Bindungsverhalten haben den Eindruck, die Bedürfnisse ihrer Kinder nicht voll erfüllen zu können. Sie würden gern Trost und Geborgenheit vermitteln. Sie mögen es, wenn ihre Kinder anhänglich sind. Allerdings legen sie viel Wert auf Selbständigkeit, einen starken Willen und Unabhängigkeit.

Kinder mit unsicher-ambivalenten Bindungsverhalten (10-20 % der Kinder)

  • Kinder mit diesem Bindungsverhalten reagieren nach der Trennung von ihrer Bezugsperson deutlich gestresst.
  • Sie sind nicht zu beruhigen.
  • Ihr Verhalten bei der Trennung ist von klammerndem Verhalten und Abweisung gekennzeichnet.
  • Spätere Bemühungen, unabhängig von den Eltern Entscheidungen zu treffen, sind von Schuldgefühlen begleitet.

Auffällig ist, dass die erwachsenen Bezugspersonen dieser Kinder nicht in der Lage sind, dem Kind Sicherheit und Schutz zu geben. Oft ist das Kind doppelten Botschaften ausgesetzt. Beispielsweise wird das Kind getröstet, aber ebenso ausgeschimpft. „So wird nach angehender Beruhigung das Bindungsverhalten des Kindes mit Weinen und Schreien immer wieder reaktiviert.“
Die Bezugspersonen sind innerlich mit sich und ihren eigenen Kindheitserfahrungen beschäftigt. In der Regel liegen in ihrer eigenen Kindheit belastende Erfahrungen mit den Eltern vor.

Kinder mit desorganisierter Bindung (5-10 % der Kinder)

Kinder mit diesem Bindungsmuster zeigen nach außen ein widersprüchliches Verhalten, das zwischen dem Verlangen nach Nähe und der Ablehnung von Nähe schwankt. Bei der Trennung von ihrer Bezugsperson und der Wiederzusammenführung eilen sie zwar zunächst auf diese zu, halten aber auf der Hälfte des Weges inne. Nach Missbrauchserfahrungen, Misshandlung und Vernachlässigung zeigen ungefähr 80 % der Kinder ein desorganisiertes Bindungssystem.

Die erwachsenen Bezugspersonen von Kindern mit desorganisierter Bindung haben meisten seelische und körperliche Verletzungen erlebt, diese nicht verarbeitet und sind darum nicht in der Lage, ihren eigenen Kindern Halt, Wärme und Geborgenheit zu vermitteln. Stattdessen kommt es zu einer sogenannte Parentifizierung. Das bedeutet, dass das Kind die Rolle des Elternteils zu übernehmen versucht. Ungefähr 3 – 5 % der Kinder entwickeln eine pathologische Bindungsstörung, die als Vorläufer von ADHS und Borderline-Störung gilt.

Aktuelle Situation: Unsicher-vermeidende Bindungsmuster nehmen zu

Die Prozentangaben zur Häufigkeit der Bindungsmuster bei Kindern sind Längsschnittstudien von Karin und Klaus Grossmann aus den 70er- und 80er-Jahren entnommen. Eine aktuellere Untersuchung von Professor Dr. Karl-Heinz Brisch, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, zeigt, dass vermeidende Bindungsmuster in Deutschland immer mehr ansteigen.

Weitere Faktoren, die zu Beziehungsangst im Erwachsenenalter führen können

Bindungsangst Kindheit
Die Ursache für Bindungsangst liegt oft in der Kindheit
Können Eltern kein Gefühl von Sicherheit, Stabilität und emotionaler Wärme schenken, hat das Kind es im Erwachsenenalter schwer. Werden die Eltern als inkonsequent und unberechenbar in ihren Verhaltensweisen erlebt, wird das Kind versuchen, sich gegen emotionale Verletzungen und Überforderung zu schützen. Das geschieht in der Regel durch inneren Rückzug.

Einschneidende Erfahrungen im Kindesalter

  • Tod eines Elternteils
  • Scheidung/Trennung der Eltern
  • Alkoholprobleme der Eltern
  • Psychische Erkrankungen von Mutter oder Vater (Borderline, Depressionen)
  • Eine von Feindseligkeit geprägte Beziehung zwischen den Eltern
  • Geschwisterrivalität aufgrund elterlicher Bevorzugung

Negative Erfahrungen mit Beziehungen in der Pubertät können ebenfalls zu Bindungsangst führen. Betroffen sind Männer und Frauen gleichermaßen. Aus Angst verletzt zu werden, wehren sie Nähe ab und gehen auf Distanz, weil sie sich erdrückt und vereinnahmt fühlen. Gleichzeitig sehnen sie sich danach, geliebt und anerkannt zu werden.

Bindungsangst erkennen

„Ich bin noch nicht bereit für den nächsten Schritt. Ich brauche noch Zeit.“ Oder: „Aus uns wird kein Paar. Ich will nichts Festes.“

In dieser oder ähnlicher Form äußern sich Menschen mit Bindungsangst und Beziehungsunfähigkeit häufig, wenn es ums Heiraten, Zusammenziehen oder Zukunftsplanung allgemein geht. Allein der Gedanke versetzt sie in Angst.

  • Betroffene schwanken zwischen intensiven Gefühlen der Liebe, Zuneigung und Nähe und dem Bedürfnis nach Distanz.
  • Nach besonders intensiven Erlebnissen wird Distanz gesucht. Beispielsweise folgt auf ein romantisches Wochenende eine Kontaktpause.
  • Menschen mit Bindungsangst sind ständig auf der Flucht. Lange Arbeitsphasen und zeitintensive Hobbys limitieren die gemeinsame Zeit und sorgen für Abstand.
  • Häufig entscheiden sich Beziehungsängstliche für die Selbständigkeit. Das reduziert die Verpflichtungen.
  • Untreue kann eine Folge von Bindungsangst sein: Der eigentliche Liebespartner wird sexuell abgelehnt und durch einen Seitensprung mit einer anderen Person verletzt, um ihn auf Abstand zu halten.
  • Andere von Bindungsangst Betroffene provozieren bewusst Streit, um Distanz herzustellen.
  • Menschen mit Bindungsangst bevorzugen Fernbeziehungen oder verlieben sich in unerreichbare Personen wie Verheiratete oder Stars. Teilweise haben sie eine Geschichte von vielen kurzzeitigen Beziehungen hinter sich.
  • An den Beziehungspartner werden extrem hohe Erwartungen gestellt. Werden diese nicht erfüllt, ist schnell die Rede davon, nicht wirklich verliebt zu sein, sondern noch auf „die richtige Person“ zu warten.
  • Erst wird die Sexualität begeistert und lustvoll ausgelebt. Dann ist das Verlangen nach dem Liebespartner mit einem Schlag vorbei. Dafür gilt das Interesse anderen, was zu Affären führen kann.

„Maurer“, „Jäger“, „Prinz“: Unterschiedliche Stufen von Beziehungsangst

Der „Maurer“ mauert sich in seiner Welt ein. Er braucht das Gefühl, Nähe und Distanz selbst in der Hand zu haben und kontrollieren zu können, inwieweit er sich darauf einlässt. Hobbys und ein zeitintensiver Beruf sind seine Rettungsinseln. Meistens handelt es sich um schweigsame Typen, die sich verbal kaum öffnen.

Der „Jäger“ blickt auf eine Reihe von Beziehungen zurück und hat kein Problem mit wechselnden Affären, Beziehungen oder sogar Ehen. Er wirkt zuvorkommend, charmant und sympathisch. Scheinbar handelt es sich um einen umgänglichen Menschen. Allerdings befindet er sich permanent im Eroberungsmodus. Lässt man sich auf eine Beziehung mit ihnen ein, verlieren „Jäger“ schnell das Interesse.

Der „Prinz“ stellt den Beziehungspartner anfangs auf ein Podest. Der andere wird idealisiert, gelobt und in der ersten Phase der Verliebtheit mit Aufmerksamkeit überschüttet. Danach folgt die Ernüchterung, wenn deutlich wird, dass der Partner Schwächen und Fehler hat. Unzufriedenheit und Streit sind die Folge. Häufig bricht der „Prinz“ die Beziehung ab. Er fühlt sich getäuscht und glaubt, den perfekten Partner noch nicht gefunden zu haben.

Die unsichere Bindung

Die unsichere Bindung lässt sich in drei Kategorien einteilen:

  1. klammernde Bindung
  2. ängstlich-vermeidende Bindung
  3. gleichgültig-vermeidende Bindung

Menschen, die in die beiden ersten Kategorien fallen, haben vor allem Angst, verletzt und verlassen zu werden. Bei einer gleichgültig-vermeidenden Bindung ist das Gefühlsleben des Betroffenen von egoistischen Motiven dominiert. Er fühlt sich schnell eingesperrt, will seine Freiheit nicht aufgeben und Bindungen möglichst vermeiden. Gefühle spaltet er rigoros ab. Die zur Schau gestellte Gleichgültigkeit ist für Beziehungspartner schwer zu ertragen. Menschen, die diesem Typ angehören, empfinden wenig Leidensdruck. Aus diesem Grund suchen sie seltener therapeutische Hilfe. Entschließen sie sich dennoch, an ihrem Problem zu arbeiten, kann sich die Therapie sehr viel länger hinziehen als bei den beiden anderen Typen.

Der ängstlich-vermeidende Beziehungsphobiker reagiert mit Angst auf entstehende Nähe. Gleichzeitig herrscht eine starke Sehnsucht nach Intimität vor. Das kann zu häufigen Beziehungsabbrüchen und Neuanfängen führen. Der Leidensdruck ist in der Regel spürbar.

Wer in die Kategorie der klammernden Bindung fällt, leidet unter einem geringen Selbstwertgefühl. Andere Menschen werden übertrieben positiv wahrgenommen. Das Wohlgefühl des Betroffenen hängt komplett von der Akzeptanz durch den anderen Menschen ab, der hoffnungslos idealisiert wird. Genug Nähe kann es nicht geben. Die Problemlösungsfähigkeit ist nur schwach ausgeprägt. Das Verhalten grenzt an Selbstaufgabe.

Folgen von Bindungsstörungen

  • Mangelnde Beziehungsfähigkeit aufgrund fehlender emotionaler Sicherheit
  • Unfähigkeit zu vertrauen
  • Angst und Panikstörungen
  • Depressionen
  • Promiskuität
  • Süchte

Bindungsangst überwinden: Auseinandersetzung mit dem verletzten Selbstwertgefühl

Wer sich in den aufgezählten Kriterien wiederfindet, hat den ersten Schritt zur Überwindung von Bindungs- und Verlustangst bereits getan. Die Erkenntnis, dass man ein Problem mit dem Aushalten von Nähe und Distanz hat, steht am Beginn eines langen Auseinandersetzungsprozesses.

Folgendes hilft dabei, Bindungsangst zum Positiven zu verändern:

  • Das eigene Selbstwertgefühl durch positive Erfahrungen stärken
  • Lernen, sich mit Stärken und Schwächen zu akzeptieren
  • Fehler offen zugeben und dazu zu stehen (Schluss mit fadenscheinigen Erklärungen und Ausreden!)
  • Dem Partner gegenüber authentisch sein und ihm die Chance geben, die wahre Persönlichkeit kennenzulernen

Wenn das Gefühl wächst, genauso geliebt zu werden, wie man ist – mit allen Unzulänglichkeiten – kann Nähe besser zugelassen und Distanz ausgehalten werden. Gleichzeitig mildern sich Engegefühle und Fluchtwünsche, wenn es intimer und verbindlicher wird.

Psychotherapie: Kompetente Hilfe von außen suchen

Psychotherapie bei Bindungsangst
Eine Psychotherapie kann bei Bindungsangst sehr gut helfen
Eine Psychotherapie kann dabei helfen, sich den Problemen zu stellen und mit der Angst vor Nähe konstruktiv umzugehen. Frühkindliche Erfahrungen werden in der Regel verdrängt und nicht mehr bewusst erinnert. Wirklich überwinden lässt sich Bindungsangst nur, wenn an der Wurzel angesetzt wird. Ohne Hilfe von außen funktioniert es häufig nicht. Nur jemand, dem bewusst ist, dass er vor Nähe zurückschreckt und potenzielle Partner von sich stößt, kann dagegen angehen, sich mit professioneller Unterstützung für positive Beziehungserfahrungen öffnen und lernen, echte Intimität zu genießen.

Mit dem neuen Partner sollte offen über das Problem geredet werden, denn er leidet unter dem unvermittelten emotionalen Rückzug, der auf intensive Phasen der Nähe unweigerlich folgt. Damit die Beziehung an dieser emotionalen Achterbahnfahrt nicht zerbricht, ist Kommunikation wichtig. Menschen mit Bindungsangst befürchten, verletzt und verlassen zu werden. Paradoxerweise führen sie diese Situation durch ihr Verhalten selbst herbei.

Online-Dating: Umgang mit „Beziehungsphobikern“

Beim Online-Dating begegnen sich in der Regel Menschen, die bereits Erfahrungen mit Beziehungen hinter sich haben. Das schließt Verletzungen und Frustrationen ebenso ein wie schöne Erlebnisse. Bindungsangst ist ein weit verbreitetes Phänomen. Die Wahrscheinlichkeit, mit jemandem in Kontakt zu treten, der sich nach einer Beziehung sehnt, aber nicht auf Nähe einlassen kann, ist darum hoch. Sind Gefühle im Spiel, drohen Verletzungen auf beiden Seiten.

Was beim Umgang mit beziehungsängstlichen Menschen hilft:

  • Freiheit lassen: Den potenziellen Partner einzuengen, mit Vorwürfen zu konfrontieren oder zum nächsten Schritt in der Beziehung zu drängen, verschlimmert das Problem. Er wird nur noch mehr Distanz einfordern.
  • Halt, Sicherheit und Ruhe vermitteln: Wer selbstbewusst in sich ruht, kann dem Partner Halt in der Beziehung geben und zeigen, dass Bedürfnisse erfüllt und Probleme bewältigt werden. Allerdings bedeutet das ein gewisses Ungleichgewicht in der Beziehung.
  • Die eigene Position erkunden: Manchmal treffen zwei Personen aufeinander, die beide Schwierigkeiten mit Nähe haben. Wichtig ist, sich bewusst zu machen, dass das Lebensglück vor allem von einem selbst abhängt. Das eigene Selbstwertgefühl sollte unbedingt gestärkt und stabilisiert werden. Das kann durch neue Hobbys, eine berufliche Weiterbildung, Freundschaften oder die Bewältigung von selbst gesuchten Herausforderungen geschehen.

Fazit

Beziehungsängstliche Menschen gehen davon aus, ohnehin verlassen und verletzt zu werden. Unbewusst sind sie von ihrer Minderwertigkeit überzeugt. Dabei provozieren sie die gefürchtete Verletzung durch ihr Verhalten häufig selbst. Aus diesem Teufelskreis aus Nähe und Distanz gibt es Auswege über Selbsthilfegruppen, eine Psychotherapie und offene Kommunikation. Beziehungen reflektiert anzugehen ist der erste Schritt, um eingefahrene Verhaltensmuster zu verändern und sich offen auf neue Erfahrungen einzulassen.

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