Dating-App Pickable
Dating-App Pickable will Online-Dating revolutionieren
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Dating-App Pickable will Online-Dating revolutionieren

Die brandneue Dating-App „Pickable“ möchte Online-Dating revolutionieren und soll sich in wesentlichen Punkten vom beliebten Platzhirsch „Tinder“ sowie weiteren Mitbewerbern unterscheiden. Vielleicht gerade deswegen, weil hinter der Anwendung eine Frau steckt, die weiß, wie viel Sexismus sich ihre Geschlechtsgenossinnen jeden Tag über das Smartphone gefallen lassen müssen. „Pickable“ charakterisiert sich durch besondere Vorteile für weibliche Nutzer. Doch was bedeutet das im Detail?

Sicherlich weiß jede Frau, die sich in der Vergangenheit bei Tinder angemeldet hat, dass die berühmten „inneren Werte“ und tiefgründige Gespräche hier weitestgehend auf der Strecke bleiben. Wer als Frau „gematched“ werden will, muss gut aussehen. Exakt an dieser Stelle setzt jedoch die neue Dating-App Pickable an: Frauen müssen – im Gegensatz zu Männern – im ersten Schritt kein Profilbild von sich hochladen, um einem Mann ein „Match-Angebot“ schicken zu können. Das bedeutet: hier entscheidet alleine SIE, wen sie gut findet und wer weitere Infos aus ihrem Profil sehen darf. Nicht einmal eine Anmeldung ist erforderlich, um auf die virtuelle Männerjagd zu gehen.

Entdeckt eine Nutzerin einen Nutzer, der ihr gefällt, kann sie sein Foto liken. Erst dann muss auch sie „Farbe bekennen“ und ein Bild von sich versenden. Nun „darf“ auch er seine Sympathie zum Ausdruck bringen. Im Idealfall können sich natürlich beide füreinander begeistern.

Pickable setzt damit an einem (gerade auch für Frauen) wichtigen, psychologischen Punkt an. Wie viele Frauen wurden über andere Dating-Plattformen schon mit Penisbildern, vulgären Anmachen und Sprüchen zugespammt? Die Hemmschwelle scheint im Zusammenhang mit Pickable deutlich höher zu sein. Oftmals ist der Schrift- und Bildverkehr bei Tinder und Co. für die weiblichen Nutzer so ernüchternd, dass sie sich schnell wieder von der betreffenden Plattform abmelden. Desillusioniert, enttäuscht und (natürlich) immer noch allein.

Durch die Vorteile in Sachen Anonymität könnte Pickable ein besonderer Coup gelingen. Immerhin schießen die verschiedenen Dating-Anbieter aktuell wie Pilze aus dem Boden. Eine Wahl fällt hier oft schwer. Durch das besagte Alleinstellungsmerkmal könnte es jedoch sein, dass sich gerade Frauen hier wohl fühlen werden.

Und die Männer? Was könnte Männer dazu verleiten, sich bei Pickable anzumelden? Vielleicht der Gedanke daran, eine Frau „nur“ mit einem Bild überzeugt zu haben? Vielleicht das Abenteuer? Oder die Lust daran, auch im 21. Jahrhundert noch auf virtuelle Weise erobert zu werden?

Die Geschichte des Online-Datings zeigt, dass Frauen vergleichsweise hohe Ansprüche hegen, wenn es darum geht, die „Liebe ihres Lebens“ oder einen kurzweiligen Flirt im Internet kennenzulernen. Gerade kostenlose Dating-Plattformen bergen hier das Risiko, dass sich viele Menschen mit zweifelhaften (oder keinen) Absichten anmelden. Wer beim Online-Dating keine monatlichen Kosten in Kauf nehmen möchte, gleichzeitig aber Wert auf einen Schutz seiner Daten und besagte Anonymität legt, könnte in Pickable ebenfalls den passenden Partner gefunden haben.

Fest steht: Pickable könnte durchaus eine Veränderung in der Welt der virtuellen Romantik bewirken. Das Ziel, mit welchem Erfinderin und Gründerin Clémentine Lalande hierbei an den Start geht, ist hochgesteckt. Durch die weibliche Machtposition scheint es ganz so, als würde das 2018 in Frankreich gegründete Startup Pickable mit ihrer Anwendung das wiedergutmachen wollen, was andere Dating-Plattformen teilweise falsch gemacht haben.

Die Frage danach, ob die „perfekte Dating-App“ schlussendlich überhaupt existiert, kann sicherlich jetzt und in Zukunft nicht beantwortet werden. Fakt ist jedoch, dass Pickable in eine andere Richtung als andere arbeitet, indem sich Frauen nicht mehr „virtuell ausgeliefert“ fühlen müssen und nur das teilen, was sie auch möchten. Wie sich die Anzahl der weiblichen und männlichen App-Nutzer verteilen wird und welche Ziele hier hauptsächlich verfolgt werden, wird sich zeigen.

Wer weiß? Vielleicht macht die Neugier, die durch das eine oder andere anonyme Like geschürt wird, ja genau den Reiz aus, den es braucht, um die Grundlage für eine ernsthafte Beziehung zu bilden?

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