Gatsbying
Gatsbying - Definition & Bedeutung
Dating-Lexikon

Gatsbying – Definition & Bedeutung

Wer gezielt Storys und Fotos auf Instagram & Co. postet, um die Aufmerksamkeit eines bestimmten Menschen auf sich zu ziehen, setzt als Flirtstrategie „Gatsbying“ ein. Dabei gilt: protzen und sich von der besten Seite zeigen. Die veröffentlichten Social-Media-Beiträge sollen die angebetete Person beeindrucken. Im Idealfall fängt diese an, die Beiträge zu liken, zu kommentieren und zu teilen. Irgendwann schreibt sie möglicherweise sogar eine persönliche Nachricht. Und genau darum geht es bei diesem Dating-Trend.

Ablauf beim Gatsbying

Normalerweise suchen Singles über Dating-Apps und Social Media direkt Kontakt, wenn ihnen ein Profil gefällt. Allerdings tun sich Schüchterne und Menschen mit geringem Selbstbewusstsein damit schwer. Besonders die erste Nachricht soll auf Anhieb Eindruck machen. Was wenn sie nicht gelesen wird? Wenn eine Abfuhr folgt? Mit Gatsbying ist man auf der sicheren Seite: Man studiert das Profil des Schwarms und veröffentlicht Beiträge in den sozialen Medien, von denen man sicher ist, dass sie der entsprechenden Person gefallen. Zeigt die Person tatsächlich Interesse in Form von Likes, Kommentaren und Shares? Dann wird das Gatsbying intensiviert.

Herkunft des Begriffs

Der Begriff „Gatsbying“ ist von einer Romanfigur inspiriert: In Francis Scott Fitzgeralds Roman „Der große Gatsby“ (1925) organisiert Protagonist Jay Gatsby in seinem Anwesen auf Long Island rauschende Partys für die New Yorker High Society. Damit versucht er, die Aufmerksamkeit und das Herz einer Frau zu gewinnen. Eigentlich stammt der Selbstdarsteller aus armen Verhältnissen und heißt James Gatz.

Er hat allerdings schon früh erkannt, dass „Erfolg haben“ vor allem mit „sich verkaufen können“ zu tun hat. Also ändert er seinen Namen in Jay Gatsby, kommt zu Geld und zeigt der Außenwelt, was er zu bieten hat. Auf diese Weise hofft er, die oberflächliche Daisy zu beeindrucken, an die er vor langer Zeit sein Herz verloren hat. [1]
Heutzutage ist es leicht, sich in Social Media komplett neu zu erschaffen. Selfies und Postings bestimmen, wie man von außen wahrgenommen wird. Manche posieren vor teuren Hotels, andere am Strand. Wieder andere zeigen sich mit ihren Sportgeräten oder Haustieren. Das australische Model Matilda Dods prägte dafür den Begriff „Gatsbying“ und beschrieb den Trend als „Videos, Bilder oder Selfies öffentlich posten, damit der Schwarm diese sieht. [2]

Gründe für Gatsbying

Hinter Gatsbying steckt Angst vor Zurückweisung und emotionaler Verletzung. Statt interessante Frauen und Männer einfach direkt anzuschreiben, nutzen scheue Singles Gatsbying, um sich vorteilhaft zu präsentieren. Damit testen sie aus, ob sie der anderen Person ebenfalls gefallen und ob eine Beziehung denkbar ist. Das lässt sich an den Reaktionen (Likes, Kommentare, Shares) ablesen.

Kritik am Gatsbying

An sich ist Gatsbying ein harmloser Dating-Trend, worunter keine anderen Personen leiden. Die meisten Menschen haben vermutlich bereits selbst dazu gegriffen.

Nachdem eine Beziehung zu Ende gegangen ist,

  • wird ein Foto gepostet, auf dem man besonders umwerfend aussieht,
  • ein nachdenklich machendes Video geteilt oder
  • ein bestimmter Song verlinkt.

Man hofft, dass der Ex-Partner dies sieht. Zu kritisieren ist vor allem, dass Gatsbying zeitintensiv ist. Statt das eigene Interesse über Umwege kundzutun, wäre es leichter, die andere Person einfach direkt anzusprechen und auf einen Kaffee einzuladen. [3] Wenn die Antwort ein Korb ist, hat man zumindest nicht allzu viel Zeit investiert und kann sich weiter umschauen.

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Quellen:
[1] https://www.dtv.de/buch/f-scott-fitzgerald-der-grosse-gatsby-13987/
[2] http://tomboybeauty.com/the-great-gatsby/
[3] https://www.krone.at/1748345